Pressemitteilung zur 11. Adventskalenderaktion 2016 des Lions-Clubs Hagen-Mark

Adventskalenderaktion 2016 des Lions-Clubs Hagen-Mark

Der Lions Club Hagen-Mark feierte in 2015 ein besonders Jubiläum. 2016 wurde zum 11. Mal in Folge der mittlerweile stark nachgefragte Lions-Adventskalender zum Verkauf angeboten. Deshalb wurden wieder 5.000  Kalender verkauft. Mit dem Erlös in Höhe von 25.000 € werden aufgrund der aktuellen Situation vorrangig Projekte gefördert, die Kindern und Jugendlichen  die Integration in unsere Gesellschaft erleichtern.

Auch in diesem Jahr werden wieder vier Projekte gefördert.

Die bereits im Vorjahr neu gestaltete Internetpräsentation zur Aktion wurde erneut optimiert, um die Präsentation der Aktion für den Veranstalter – das Lions-Hilfswerk Hagen-Mark e.V. – sowie Sponsoren und Förderer wesentlich zu verbessern. Das Informationsangebot wurde erweitert und die Benutzerfreundlichkeit erhöht.

Die Auswertung der Abrufstatistiken belegt den Erfolg dieser Maßnahmen. Sie ergab für den Zeitraum von Anfang November 2016 bis Mitte Januar 2017 über 70.000 einzelne Seitenaufrufe, was einer Steigerung von mehr als 50% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei erfolgte die Mehrzahl der Aufrufe mit mobilen Endgeräten, wofür das Informationsangebot noch einmal optimiert worden war. Allein die Übersichtsseite mit der Gesamtdarstellung der Aktion wurde über 7.000 Mal aufgerufen. Hierzu trug auch die speziell für die Adventskalenderaktion eingerichtete Facebook-Seite erheblich bei.

Der Gewinn-Newsletter, der an jedem der 24 Ziehungstage die registrierten Empfänger über die Gewinnzahlen, Gewinne und Sponsoren per Email informierte, wurde über 5.000 Mal verschickt. Die Zahl der registrierten Newsletter-Empfänger konnte im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden.

 

 

Gefördert werden folgende Projekte:

 

Wasserratten – Projekt:

Mit dem Wasserratten Projekt sollen Kinder in der Kita schon frühzeitig an des Element Wasser herangeführt und ihnen das Schwimmen beigebracht werden. Schwimmen fördert u.a. die sensomotorische Entwicklung, Koordination, Konzentration sowie das Gleichgewicht. Schwimmen in der Gemeinschaft fördert darüber hinaus die Kommunikation und das gemeinschaftliche Erleben.

Viele Kinder können heutzutage nicht mehr schwimmen. Häufige Ursachen sind vielfach fehlende finanzielle Möglichkeiten der Eltern oder Eltern, die häufig selber nicht schwimmen können und sich daher der Gefahren, denen ein Nichtschwimmer ausgesetzt ist, nicht bewusst sind.

Bei Kindern im Vorschulalter ist laut einer Studie Ertrinken die zweithäufigste Unfallursache. Mit dem Kita Projekt soll Kindern im Alter ab 5 Jahren die Möglichkeit eröffnet werden, das Schwimmen zu erlernen – damit kann perspektivisch Leben gerettet werden.

 Träger: Kommunale Fachberatung der Stadt Hagen in Kooperation mit den Kindertagesstätten aller Träger für das Projekt „Wasserratten-Kinder lernen schwimmen“

 

Willkommen in Hagen – Vielfalt (er)leben:

 Die Idee des Projektes ist es, junge Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zusammen zu bringen, sich kennen zu lernen und Gemeinsamkeiten zu finden. Es geht um die Entwicklung von mehr Toleranz und Verständnis und somit der Teilhabe an einem gesellschaftlichen Miteinander.

Aufgrund der aktuellen Situation ist die Vermittlung von Toleranz und Wertschätzung anderer Menschen aus unterschiedlichen Kulturen besonders wichtig und bedarf der Förderung.

Die Kernveranstaltung findet an einem Wochenende im November/Dezember 2017 in der Jugendbildungsstätte Hagen Berchum statt und ist für ca. 80 Personen geplant. Teilnehmen werden Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren aus den offenen Jugendeinrichtungen verschiedener Träger, geflüchtete minderjährige Jugendliche (nicht nur) aus Wohngruppen, Mitarbeitende von Jugendeinrichtungen und angehende Erzieher/innen.

Kern der Veranstaltung bilden kreative Workshops in den Bereichen Theater, Tanz, Kunst, Rap, Video und Foto, die von erfahrenen Leitungen durchgeführt werden. Durch diese jugendgerechte Annäherung wird eine kreative und intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht.

Die jeweils in den Workshops erarbeiteten Inhalte werden am Ende der Veranstaltung im Plenum präsentiert. Hierzu werden Kommunalpoltiker/innen eingeladen, die im Anschluss mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen.

Die Jugendlichen werden im Rahmen des Projektes in die Lage versetzt, ihre Lebenswelt zu reflektieren, ihre Interessen zu artikulieren und Partizipationsmöglichkeiten an gesellschaftspolitischen Prozessen zu erkennen und diese für sich zu nutzen.

Träger: eSw  Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V.  

  

clip:2 – Hagener HandyFilmFestival

Das Hagener HandyFilmFestival findet 2017 zum 10. Mal statt. An der ursprünglichen Idee, Jugendliche zu einem kreativ-kritischen Umgang mit ihrem Handy/Smartphone anzuregen, hat sich bis heute nichts geändert.

Die Idee für das Projekt „clip:2“ entstand bei einer medienpädagogischen Fachtagung in der eSw Berchum. Ziel ist es, dem Handymissbrauch durch das Filmen und Versenden z.B. auf dem Schulhof gedrehter, erniedrigender Szenen (Mobbing durch „Happy-Slapping“) entgegen zu wirken und die Nutzung des Mediums Handy um einen künstlerisch-kreativen Aspekt zu erweitern. Jugendliche sollen angeregt werden, zu einem vorgegebenem Thema Ideen zu entwickeln und alleine oder in Gruppen einen Kurzfilm zu realisieren.

Jedes Festivaljahr steht unter einem aktuellen und gesellschaftlich relevanten Thema, das die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen möglichst widerspiegelt und als kreativer Motor einen Einstieg in das Filmemachen erleichtert.

Die Filme müssen mit dem Handy/ Smartphone/ Tablet gedreht werden und dürfen nicht länger als zwei Minuten sein.

Eine ausgewogen besetzte Jury wählt in drei Alterskategorien (12-14, 15-17, 18-27 Jahren) die Gewinnerfilme, die beim abschließenden Filmfest im Lutz Theater Hagen prämiert werden.

Die Abschlussveranstaltung Ende November bildet das Herzstück des Festivals. Dort wird allen eingereichten Filmen und ihren Filmemacher/innen ein Raum geboten und zudem mit einem musikalisch-tänzerischem Rahmenprogramm und einer feierlichen Preisverleihung den Gewinnerfilmen größtmögliche Wertschätzung entgegengebracht.

Träger: Veranstaltergemeinschaft des Projektes „clip:2 – Hagener Handy Film Festival“ 

Ein Projekt zur Förderung von Medienkompetenz, eines kreativen Umgangs mit dem Handy, zur gemeinsamen Entwicklung von Ideen zu einem aktuellen und sozial relevanten Thema für Jugendliche von Jugendlichen.

Beteiligte: Kino Babylon, Rahel Varnhagen Kolleg, Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen, lutzhagen – junge Bühne des theaterhagen, Radio Hagen und eSw Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V..

www.clip2-filmfestival.de

 

Projekt  „Food Diaries“

Um Jugendlichen mit Essstörungen zu helfen und auf die wachsende Problematik  und Ursachen aufmerksam zu machen, hat sich aus verschiedenen Initiativen und Gruppen unter Federführung der AWO Suchtberatung in Kooperation mit der Kommunalen Drogenhilfe der Stadt Hagen durch die Initiative des Lions-Clubs Hagen-Mark, eine Veranstaltungsgemeinschaft gebildet.

Häufig treten Essstörungen bei Jugendlichen in der Pubertät auf. Sie können Menschen in dieser Lebensphase völlig aus der Bahn werfen und die Persönlichkeitsentwicklung nachhaltig beeinflussen. Der Öffentlichkeit soll dies im Jahr 2017 als Schwerpunktthema vermittelt werden.

Im Rahmen der Förderung dieses Projektes durch die Adventskalenderaktion ist es gelungen, weitere Partner der Veranstaltergemeinschaft zu gewinnen, nach dem Beginn der Aktionswochen im Mai sowie nach den Sommerferien weitere Aktionen durchzuführen, um Jugendliche, Eltern, Lehrer und weitere Multiplikatoren auf das Thema aufmerksam zu machen, um Betroffenen Hilfe anzubieten zu können.

Die Aktion beginnt  im Mai mit einer Informationsveranstaltung der AWO Suchtberatung. Ein Höhepunkt bildet das Theaterstück „Food Diaries“, welches in Kooperation mit dem Lutz-junge-bühne-hagen  am 4.7 2017 um 19.30 Uhr und am 5.7. um 12.00 Uhr im Lutz  aufgeführt wird.

Es sollen  Jugendliche und deren Eltern für das Thema sensibilisiert werden. Nach dem Theaterstück, haben Interessierte die Möglichkeit Fragen zu stellen oder sich beraten zu lassen, um gegebenenfalls Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die weiteren Präventionsprojekte nach den Sommerferien sollen an unterschiedlichen Standorten (in Schulen, der Stadtbücherei, über das Netzwerk Essstörungen) die Aufmerksamkeit und Nachhaltigkeit für das Thema fördern. Eine Rückschau auf die gesamten Wochen sowie die Präsentation der Schülerarbeiten wird in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Träger: Veranstaltergemeinschaft: vertreten durch die AWO in Kooperation mit dem Fachbereich Jugend und Soziales und weiteren Partnern

 

 

Der Vorsitzende des Lions-Clubs Hagen-Mark, Thomas Küfner betonte,

„dass durch die aktuelle Situation in der Gesellschaft, die Förderung von Kindern und Jugendprojekten durch die Zivilgesellschaft zwingend erforderlich ist.

Mit der Adventskalenderaktion werden benachteiligte Kinder und Jugendliche seit Jahren im Raum Hagen unterstützt. Es soll deutlich gemacht werden, dass sie gerade in diesen schwierigen Zeiten der sozialen und kulturellen Förderung bedürfen. Die wachsende Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die dringend Hilfe benötigen, belegt die Notwendigkeit der Förderung.“

Die Hilfe kann jedoch nicht von privater Seite alleine geleistet werden. Trotz aller notwendigen Sparmaßnahmen besteht für Hagen – einer Stadt, die im NRW-Vergleich einen besonders hohen Anteil von Mitbürgern mit Migrationshintergrund aufweist – die Verpflichtung, Kindern und Jugendlichen die notwendige Förderung zuteilwerden zu lassen.

Durch die dramatische Finanzsituation der Stadt Hagen besteht die Gefahr, dass  Kinder und Jugendliche benachteiligt werden und das Gebot der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse missachtet wird. Dies kann zur Folge haben, dass gerade junge Menschen und Familien die Stadt verlassen und wegziehen.

Nur durch Bildung und die Möglichkeit der kulturellen Teilhabe lassen sich die Wertvorstellungen unserer Gesellschaft vermitteln. Deshalb ist die Stadt und das Land NRW verpflichtet, die notwendige Infrastruktur zu finanzieren. Nur so können die notwendigen Voraussetzungen  der Förderung der Kinder und Jugendlichen werden. Es wird nur in Verbindung und mit Unterstützung der Zivilgesellschaft gelingen, für alle Kinder und Jugendlichen gleichwertige Chancen für ihre Entwicklung zu bieten.

Ohne funktionierende Kindergärten, Schulen und Kultureinrichtungen, wie die Musikschule, die Bücherei, die Museen und das Theater mit dem Lutz, dem Ballett und dem Philharmonischen Orchester wird  diese Vermittlung und Entwicklung scheitern.

 

 

 

Bildquelle: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

2017-03-30T11:49:22+00:00

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